Pflegestatistik


Die unter dieser Rubrik aufgeführten Zahlen sind den Statistischen Berichten des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg (K VIII 1 – 2j / 05 „Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Empfänger von Pflegegeldleistungen im Land Brandenburg 2005) entnommen. Die statistische Erhebung wird zweijährlich zum 15.12. durchgeführt. Derzeit liegen die Auswertungen der Erhebung vom 15.12.2005 vor.


Anzahl und Leistungsinanspruchnahme zu Hause oder im Heim

Im Land Brandenburg lebten im Dezember 2005 74.600 Pflegebedürftige im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). 73 % der Pflegebedürftigen nehmen ambulante Pflegeleistungen in Anspruch. Das heißt, dass fast Dreiviertel der Anspruchsberechtigten zu Hause gepflegt wird, entweder durch Angehörige oder Bekannte (die Pflegekasse zahlt dann das Pflegegeld) oder durch einen ambulanten Pflegedienst. Es gibt auch die Möglichkeit, Geldleistungen und Sachleistungen miteinander zu kombinieren. Ausschließlich für das Pflegegeld entscheiden sich immerhin 45 % der Pflegebedürftigen. Nur ein Viertel der Pflegebedürftigen lebt dagegen in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.

Damit nimmt das Land Brandenburg in Bezug auf die häusliche ambulante Pflege im Vergleich der Bundesländer neben Hessen (74 %) und Thüringen (72 %) einen vorderen Platz ein.



Altersstruktur, Pflegestufen, Entwicklung zu 2003


Altersstruktur

Von den 74.600 Pflegebedürftigen ist knapp ein Fünftel (19%) jünger als 65 Jahre. In der Altersgruppe zwischen 65 Jahren und 80 Jahren beträgt der Anteil ein Drittel (32 %). Die Hälfte der Pflegebedürftigen ist 80 Jahre und älter.


Die Pflegestufen

Von den 74.600 Pflegebedürftigen war etwas weniger als die Hälfte (49 %) der Pflegestufe I zugeordnet. 37 % erhielt Leistungen der Pflegestufe II. Der Anteil der Schwerstpflegebedürftigen in der Pflegestufe III betrug 14 %.


Entwicklung zu 2003

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist insgesamt um 7,7 % im Zeitraum vom 15.12.2003 bis zum 15.12.2005 angestiegen. In der Pflegestufe III fiel die Steigerung am höchsten aus, sie betrug 12 %, in der Pflegestufe II betrug sie 6 % und in der Pflegestufe I 8 %.

Obgleich die Inanspruchnahme von Pflegegeld im Vergleichszeitraum um 6 % anstieg, haben die ambulanten Sachleistungen (Beauftragung eines Pflegedienstes) mit einem Anstieg von 10 % an Bedeutung gewonnen. Die Inanspruchnahme vollstationärer Pflegeleistungen stieg von 2003 bis 2005 um 9 %.

Download zum Thema


Vorschaubild zum Download: Broschüre: Lebensqualität im Alter - Zur sozialen Lage älterer Menschen in Brandenburg (inpuncto 1 / 2006 - 2. Auflage, Juni 2007)

Broschüre: Lebensqualität im Alter - Zur sozialen Lage älterer Menschen in Brandenburg (inpuncto 1 / 2006 - 2. Auflage, Juni 2007)


Unser Infomobil Pflege

vor Ort im Einsatz

» mehr

Eröffnungsrede

zur Pflegeinitiative am 2. Altenpflegetag

» mehr