Beratungsangebote
Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen müssen viele Entscheidungen treffen. Ist die Pflege daheim realisierbar? Sollte man sich professionelle Hilfe holen? Welche ambulanten Dienste gibt es in der näheren Umgebung? Was tun, wenn die Pflegebedürftigkeit fortschreitet? Welches Pflegeheim könnte in Frage kommen? Oder gibt es eine Alternative?
Diese Entscheidungen sind oft schwer und vieles muss bedacht werden. Und am Ende möchte man das Gefühl haben, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Sinnvoll ist es, sich Rat und Hilfe von einem bestehenden Informations- und Beratungsangebot in der Region einzuholen.
Pflegekassen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen der Alzheimer-Gesellschaft gehören zu den wichtigsten Anlaufstellen vor Ort. Hier erhalten Sie Auskunft und individuelle Beratung. Darüber hinaus kann man hilfreiche Informationen und Tipps durch folgende Ansprechpartner gewinnen.
Sozialämter sind nicht nur für Hilfen in finanziellen Notlagen da. Sie leisten nach dem Gesetz „Hilfen in allen Fragen der Inanspruchnahme altersgerechter Dienste“. Bei Bedarf, wenden Sie sich einfach an die für Altenhilfe zuständige Stelle. Vielleicht gibt es in Ihrer Region auch eine für Seniorenfragen beauftragte Person, die weiterhelfen kann.
Auch Kirchengemeinden haben vielfach einen guten Überblick über (Nachbarschafts-)Hilfen und Dienste für Ältere.
Vielleicht gibt es in Ihrer Region auch eine Seniorenberatungsstelle - diese haben oft nicht nur einen Überblick über das Angebot an Pflegediensten, sondern auch an nichtpflegerischen Dienstleistungen. Pflegeberatungsstellen und Seniorenbüros existieren in unterschiedlicher Trägerschaft in mehreren Kommunen. Diese Büros koordinieren Aktivitäten ehrenamtlicher Projekte und Dienste und fungieren vielfach auch als Wissens-, Informations- und Kontaktbüros.
Seniorenbeiräte sind in Brandenburg sehr aktiv und gut organisiert. Diese arbeiten oft eng mit der Kommune zusammen und können zu Hilfeangeboten vor Ort Auskunft geben.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg gibt auf Ihrer Internetpräsenz vielfältige Informationen zum Thema Pflege und der Ausgestaltung von Pflegearrangements - von Fragen zur Pflegeversicherung, Auswahlkriterien für den Umzug in ein passendes Altenheim, über die angemessene Ausgestaltung des Betreuungsvertrages, bis zu Hilfen für pflegende Angehörige. Klicken Sie sich durch!
Neben den herkömmlichen Ansprechpartnern, ist es oft hilfreich sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. In Arztpraxen, Altenbegegnungsstätten oder beim Seniorentanz trifft man Leute, die ähnliche Fragen beschäftigen oder vielleicht schon Lösungen gefunden haben - wie z.B. „kleine Hilfen“ haushaltsnah organisiert werden können oder welcher ambulanten Einrichtung vor Ort man mit gutem Gewissen das Vertrauen aussprechen kann, um den pflegebedürftigen Vater oder die pflegebedürftige Mutter zeitweise betreuen zu lassen.
Wenn Sie Informationen rund um das Thema Demenz suchen, ist insbesondere die Alzheimer-Gesellschaft ein engagierter und kompetenter Ansprechpartner. Auf der Homepage der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. finden Sie allgemeine Informationen zu Demenzerkrankungen - deren Anzeichen, Diagnose, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus informiert die Seite über regionale Beratungsstellen und Schulungskurse für Angehörige sowie ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfer.
Übrigens, ein qualifiziertes Beratungsgespräch lohnt sich auch für ältere Menschen, deren körperliche – und manchmal auch geistige – Fähigkeiten nachgelassen haben, die aber nicht pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind. Dieser Personenkreis sucht nach Unterstützungsmöglichkeiten für die kleinen Herausforderungen des Alltags – ob Haus- oder Gartenarbeit, Behördengänge, Reparaturen oder Arztbesuche. „Kleine Hilfen“ steigern die Lebensqualität und können Pflegebedürftigkeit hinauszögern oder verhindern. Auch für diese Menschen und deren Familie stehen die oben genannten Beratungsangebote bereit.